Zander auf Wirsing mit Steckrübe

E I N K A U F S Z E T T E L

Bio-Zander oder geangelt
Wirsing, Steckrübe, lila Möhren
Koksöl und Kokosmilch
frischer Kurkuma, Ingwer
Kapern (optional)


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Zander mochte ich immer schon, weil er so ein festes, grätenloses Fleisch hat. Aus europäischen Binnengewässern stammend kann man ihn auch bedenkenlos kaufen. Er wird nicht nur geangelt, sondern auch gezüchtet – hier sollte man natürlich auf Bio setzen.

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Wirsing findet man zur Zeit ja überall in den Auslagen der Gemüsehändler und in den Bioläden und das hat seinen Grund: Man soll ihn jetzt essen! Er hat den ganzen Sommer viel Wertvolles für uns gesammelt, das wir genau jetzt brauchen: allem voran Vitamin C, das unser Immunsystem stärkt, Provitamin A, das den Sehsinn unterstützt, Vitamin E, das die Zellen vor schädlichen freien Radikalen schützt, sowie die Vitamine B, K und Folsäure. Von den Kopfkohlarten weist Wirsing den höchsten Glucosinolatgehalt auf. Diese sekundären Pflanzenstoffe helfen ebenfalls bei der Krebsvorbeugung, der Infektionsabwehr und der Stärkung des Immunsystems. Außerdem ist Wirsingkohl im Vergleich zu Weiß- oder Rotkohl zarter und hat ein delikateres Aroma und überzeugt damit selbst Kohlmuffel. Probiert es aus!

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Die lila Karotte ist eine Kreuzung heutiger Möhrensorten mit den „Urahnen“ dieses Gemüses. Bis ins 19. Jahrhundert hinein waren der Anbau und Verzehr weißer, gelber, violetter oder schwarz-roter Möhren absolut nichts Ungewöhnliches. Die violette Möhre ist süßer im Geschmack und im frischen Zustand saftiger. Sie zeichnet sich zudem durch einen hohen Anthocyan-Gehalt aus, das sich sonst nur in dunklen Früchten (bspw. Blaubeeren) befindet und ist um bis zu 40% reicher an Betacarotin als herkömmliche Möhrenarten!

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Steckrüben sind nicht nur eine geschmackliche Abwechslung zu Kartoffeln, Süßkartoffeln oder Kürbis, sondern aufgrund ihres hohen Traubenzuckergehalts perfekte Energielieferanten. Außerdem stecken in ihrem Fleisch jede Menge Kalzium, Kalium, Vitamin C und Senföle, die entzündungshemmend auf Magen und Darm wirken. Sie enthalten viel Beta-Karotin, die Vorstufe von Vitamin A, das für gesunde Haut und scharfe Sehkraft sorgt und wichtig ist für das Wachstum von Schleimhäuten und den Stoffwechsel. Aber zuerst kümmern wir uns um den Wirsing:

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Zuerst entfernen wir die etwas abstehenden grünen Blätter und waschen sie ausgiebig, denn hier kann allerhand Sand und Getier hineingeraten.

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Zusammen mit dem ungewaschenen weißen Wirsingkern schneiden wir alles in grobe Scheiben…

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… lassen etwas Kokosöl schmelzen…

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… und geben den ganzen Wirsing dazu, auf mittlerer Flamme – der soll schon etwas anbraten, also leicht anbräunen.

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Jetzt wenden wir uns dem frischen Kurkuma zu. So sieht er aus. Mit und ohne Schale. Kurkuma wirkt grundsätzlich sekretionsfördernd, leberstärkend und entzündungshemmend und wird vor allem bei Verdauungsproblemen, Gallen- und Leberschwäche und Nebenhöhlenentzündungen eingesetzt. Doch eine ganz andere Eigenschaft macht den Gelbwurz so besonders und wertvoll: Er veranlasst kranke Zellen, sich selbst zu zerstören. Das hat ein Forscherteam der Universität Houston/US-Bundesstaat Texas herausgefunden. Auf diese Weise schützt sich der Körper sogar vor Krebszellen.

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Als Bestandteil des Currys ist er übrigens für dessen Farbe verantwortlich und wenn man ihn schneidet und sich danach die Finger ansieht, weiß man, warum. Ich kenne KEIN anderes Lebensmittel, das so färben kann – nicht mal Blaubeeren!

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Warum zum Wirsing? Passt erstens geschmacklich großartig und wirkt zweitens gegen Blähungen und Völlegefühl!

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Ordentlich verteilen und den Kohl gelb werden lassen.

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Wenn der Wirsing überall etwas angebräunt ist, kann die Kokosmilch dazu. Wir wollen ja grundsätzlich versuchen, Sahne wegzulassen und das hier ist eine extrem leckere Alternative.

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Schön vermischen und auf niedriger Flamme schmoren lassen. Ganz zum Schluss (auf Wunsch) noch ein paar Kapern hinein für eine kleine leckere Säure.

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In der Zwischenzeit schälen und würfeln wir die Steckrübe…

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… schälen und hacken etwas Ingwer klein…

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… und der kommt dann zusammen mit den lila Möhren, Pfeffer und Salz sowie etwas Ahornsirup auf die Steckrübenwürfel.

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Ich hab noch ein paar frische Shitakepilze, die hatte ich auf dem Übersichtsbild vergessen, die würden sich doch aber prima auf dem Fisch machen, oder?

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Waschen, in Scheibchen schneiden, salzen , pfeffern…

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… und kross anbraten.

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Zwischendurch die Steckrüben auf dem Blech wenden und wieder in den Ofen schieben.

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Der Zander braucht nicht lange. Schön abwaschen, abtupfen…

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… in portionieren, Salz und Pfeffer drauf…

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… und auf jeder Seite etwas braun braten.

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Auf den gelben Wirsing legen, etwas braun gebackene Steckrüben drumherum und ein paar Pilze auf den Fisch – fertig.

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Da bis auf den Zander alles vegan ist, kann man den auf Wunsch einfach weglassen!

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