Schottland – kulinarisch


Der weit verbreiteten Annahme, dass man in Schottland nur haggis (Schafsmagen) und deep fried Mars bar (frittierte Mars-Riegel) essen kann, habe ich folgendes entgegen zu setzen: Ich habe – außer in New York – noch nie jeden Tag so lecker gegessen auf Reisen wie hier.

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Das Scottish breakfast ist dem English breakfast sehr ähnlich, aber leckerer. Ich hab’s ohne Würstchen und ohne pudding (Blutwurst) probiert, also Bohnen mit Tomaten, Champignons und Ei, scrambled oder sunny side up – wie man es möchte. Alternativ gibt’s natürlich überall porridge, schließlich haben die das dort schon vor 5000 Jahren gegessen.

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Was macht man eigentlich in Schottland? An jeder Ecke lauern berühmte Filmlocations – in den beiden Städten, in den Highlands und auch auf den Inseln. Und auf jeder Insel, in jedem Dorf gibt es gutes Essen. Und zwar nicht nur Burger, sondern auch Austern und scallops (Jakobsmuscheln).

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Die schottischen Austern sind ja bekannt dafür, sehr cremig und geschmackvoll zu sein – schmecken also ganz und gar nicht „nach Meerwasser“ – und auch für Nicht-Austernliebhaber worth a try! Für Menschen, die wenig Fleisch essen, sei noch gesagt, dass Austern sehr reich an Vitamin B12 sind.

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Wirklich verliebt haben wir uns in diese Schweinchen hier. Das sind queenies, auch queen scallops genannt, also eine kleinere Jakobsmuschel, die man entweder so wie auf dem Bild gezeigt bekommt, oder aber ganz viele, ganz kleine davon in einer Hummerbutter kross gebraten.

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Die Schotten sind meine neuen Lieblingseuropäer. Sie sind wahnsinnig freundlich und hilfsbereit und dabei aber extrem cool und zurückhaltend. Sie sagen, was sie denken, deswegen kommt man auch überall sofort ins Gespräch mit ihnen.

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Durch die vielen Inseln und die Nähe zum Meer spielt Fisch natürlich eine große Rolle, auch historisch und wirtschaftlich, wie hier in Mallaig, der herring capital of Europe in den späten 60ern.

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Und dann gibt’s noch die hier. Die Galloways. Laufen überall auf der Straße und den Hügeln rum. Glücklicher geht’s nicht. Wer also Fleisch essen will, kann es hier noch am ehesten.

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Nicht verpassen sollte man allerdings die köstlichen cockels, bei uns Herzmuscheln – und spoots (oder razor clams), bei uns Schwertmuscheln. Die will ich im nächsten Rezept mal nachkochen! Also stay tuned…

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3 thoughts on “Schottland – kulinarisch

    1. Hey Jen, vielen Dank! Freut mich sehr, dass der Blog dir gefällt. Wenn du Lust hast, dann schick doch mal die Adresse chezgeorges.me an deine Freunde oder poste sie auf Facebook… Ja, Schottland ist der Hammer. Ich war um ersten Mal da, aber sicher nicht zum letzten Mal. Nicht nur das Essen, sondern auch die Menschen sind fantastisch. Alles super hier, hoffe, bei euch auch! Würde mich interessieren, welches Rezept bei euch am besten angekommen/geglückt ist… Lieben Gruß!

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