Salat, immer nur Salat

E I N K A U F S Z E T T E L

Salat:
Kräutersalat vom Bioladen oder vom Markt
süße Tomaten
reife Avocados
Kräutersaitlinge
Körner (Sonnenblumen-, Kürbis-, Sesam-, Chia)
oder (geschälte) Hanfnüsse

Dressing:
Senf
Ahornsirup (oder Honig oder
Agavendicksaft oder Marmelade)
Zitronensaft (oder Essig)
Olivenöl (oder Distelöl oder Leinöl)
Pfeffer
Salz


Jeden Tag einen Salat. Wie schafft man das, ohne dass er einem zum Hals raushängt? Antwort: die Zutaten. Das fängt an mit den Salatblättern. Eisberg – vergiss es. Römer? Ausnahmsweise, aber dann mit viel, viel Zeug drauf. Hingegen gibt es wirklich leckere großblättrige Kräuter, die – gemischt mit andern Salatblättern – ein Traum sind. Kann man am Markt selbst auswählen. Kann man aber auch bereits gemischt kaufen in den besser sortierten Bioläden.

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Als nächstes: Tomaten. Die sollen süß sein. Das meiste, was man hier kriegt, würde der Italiener einfach nur wegschmeißen. Nicht mal eine Tomatensauce würde er damit kochen. Tomaten sind süß! Avocados gibt’s ja zum Glück mittlerweile von der Sorte, die man essen kann. Ganz oft kommen Pilze auf meinen Salat. Erstens sind sie sehr gesund, zweitens schmecken sie nach etwas, das mit mit keinem anderen Gemüse vergleichen kann. Und das das Wichtigste: das Dressing:

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Also, ich geb’s zu. Meine Dressings beginnen ALLE mit Senf. Außer er ist alle. Ebenso gehört etwas Süßes hinein. Das kann Honig sein, das kann Ahornsirup sein, das kann Marmelade sein. Öl und Essig go without saying. Aber natürlich muss das Öl nach was schmecken. Und mit dem Essig sollte man sparsam umgehen, damit er nicht alles andere überdeckt. Pfeffer und Salz noch, dann das Ganze in ein ausgespültes Marmeladeglas, Deckel drauf und schütteln, schütteln, schütteln. Eine Emulsion soll es werden, wie der Espresso.

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Kräutersaitlinge sind meine Liebsten. Aber man kann sie auch komplett falsch zubereiten und dann hasse ich sie. Sie müssen kross beraten sein, von allen Seiten, sonst sind sie gummiartig. Das heisst auch, dass man das Braten überwachen muss, und dass man dafür sorgen muss, dass jede Seite angebraten wird. Also einzeln manuell wenden. Ansonsten sind sie auf der einen Seite schwarz und auf der anderen Gummi.

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In einer separaten Pfanne Körner rösten, das verwandelt eigentlich jeden noch so langweiligen Salat in etwas Besonderes. Zur Wahl stehen etwa Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Sesam, Chia. Wahnsinnig lecker auch geschälte Hanfnüsse. Wichtig bei den Körnern: niedrigere Temperatur, sie sollen nicht braten (das können sie nicht), sondern rösten. Also aufpassen, rühren. Währenddessen kann man den Salat waschen, die Tomaten und die Avocado schneiden.

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Ich tue immer das Dressing zuerst auf den Salat, erst danach die Pilze und Körner, dann weichen sie nicht auf.

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6 thoughts on “Salat, immer nur Salat

  1. Georges,
    Jetzt weiß ich endlich was ich mit den Pilzbiestern immer verkehrt gemacht habe! Ich habe Kräuterseitlinge schon so oft gekauft- einfach schon des leckeren Aussehens wegen- und dann war ich enttäuscht- wegen der Gummisache-
    Krosses Anbraten- das probiere ich gleich Samstag aus- es ist Markttag!

  2. Ja, kross anbraten (separat von allem anderen) ist ein Muss! Das Gleiche gilt übrigens auch für Austernpilze. Die müssen sogar noch länger braten. Dann sind sie super.

  3. Diesen Blog sollte man sich keinesfalls im Büro durchlesen. Selbst nach der Mittagspause bekommt man sofort Appetit. Tolle Food-Fotos, einfache Rezepte und Texte, die einem Lust machen, alles nachzukochen, zu experimentieren – auch wenn man sonst eher koch- und probierfaul ist. Und alles sooooo gesund!

  4. Köstlich und so wunderbar geschrieben!
    Endlich nun weiß ich, was ich meinen Mann kochen kann- er liebt neue Rezepte und nun kommen diese auch noch von Dir!

    Ich freue mich schon auf weitere Rezepte.

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