Gewürzorgie mit Kichererbsen, Okraschoten und Linsen

E I N K A U F S Z E T T E L

Kichererbsen
Cherrytomaten
Okraschoten
Linsen, Möhren
Avocado
Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer
Kurkuma, Chilipulver, Kreuzkümmel, Kardamom
Kokosöl, Kokosflocken
frischer Koriander


Gewürze sind ja nicht nur das geschmackliche A und O beim Kochen und verwandeln jedes Essen in etwas Besonderes, sondern es gibt noch einen weiteren Grund, warum Menschen seit Tausenden von Jahren immer wieder Kräuter aus ihrer unmittelbaren Umgebung oder aus fernen Ländern mit ihrem Essen vermischen (oder als Tee trinken): die allermeisten Gewürze sind Heilpflanzen. Also quasi das Gegenteil von dem, was wir meistens auf unser Essen packen: Salz und Zucker. Hier ein kleiner Ausflug ins Reich der Sinne.

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Die Kichererbsen müssen wir entweder am Vortag einweichen oder bereits fertig im Glas oder der Dose kaufen. Okraschoten gibt’s erstaunlich oft beim Türken nebenan, genau so wie frischer Koriander – man muss nur danach fragen! Bei den Linsen sollte man darauf achten, dass sie klein sind, dann zerfallen sie erstens nicht zu einem Brei und haben auch einen stärkeren Eigengeschmack.

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Zuerst dünsten wir die klein geschnittene Zwiebel mit den Möhren in etwas Bratöl. Wenig später können schon die Linsen dazu und ebenfalls kurz angeschmort werden. Das macht sie noch nussiger im Geschmack…

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… bevor wir etwas in Wasser aufgelöste Brühe (wenig) dazugeben und das Ganze auf kleiner Flamme köcheln lassen.

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Dann wenden wir uns der Hauptattraktion des Tages zu: In einem großen Klecks (1-2 Esslöffel) Kokosöl…

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…dünsten wir Zwiebel, Knoblauch und Ingwer an.

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Es folgen eine große Menge Kurkuma, also 2-3 Teelöffel. Das ist sozusagen unsere Geschmacksbasis. Kurkuma gehört zu den bedeutendsten Heilpflanzen überhaupt, nicht umsonst ist es Hauptbestandteil des Curry und wird in allen warmen Regionen rauf und runter gegessen. Ich erzählte bereits in anderen Rezepten von diesem Allheilwundermittel…

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Nachdem wir alles miteinander vermischt haben, folgt eine kleinere Menge (ca. ½ Teelöffel) Chilipulver. Hier muss man etwas vorsichtiger sein, damit nicht alles andere vom Chili überdeckt wird.

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Anschließend eine mittlere Portion (1 Teelöffel) Kreuzkümmel…

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… und als geschmacklicher „Gag“ ein Teelöffel gemahlener Kardamom. Ich rate euch, alle diese Gewürze mal pur auf der Fingerspitze zu probieren, damit ihr euch später im Essen daran erinnert. Außerdem könnte ihr dann selbst entscheiden, wovon ihr mehr wollt. Allerdings schmecken sie roh manchmal anders als gekocht…

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In die Gewürzmischung kommen jetzt die Kichererbsen…

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… und werden gründlich mit der öligen Gewürzmischung vermengt. In der Zwischenzeit checken wir mal die Linsen, damit sie nicht anbrennen (vielleicht etwas Wasser dazu?) und schön gleichmäßig garen. Vorsichtig verrühren – wir wollen keine Pampe.

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Dann knöpfen wir uns wieder die Kichererbsen vor und fügen eine ordentliche Portion Koksraspel dazu. Wozu diese? Sie passen einerseits wunderbar zum Kokosöl, und nehmen zweitens die verschiedenen Gewürzrichtungen auf und verteilen sie um die Kichererbsen herum. Sie machen unsere „Sauce“ also greifbarer.

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Ordentlich rühren, dann etwas Sojasauce. Hier empfiehlt sich Tamari, weil diese wie früher fermentiert und über mehrere Monate in Holzfässern gelagert wird, während gewöhnliche Sojasauce mit Weizen, Zucker und Salz vermischt wird – also Finger weg davon.

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Einen Schuss Zitronensaft für die Säure…

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…und ein klein wenig Ahornsirup zum Abrunden. Das Ganze ordentlich verrühren und heiss halten, also Stufe 1-2.

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In der Zwischenzeit braten wir die gewaschenen Okraschoten ebenfalls mit Kurkuma und etwas Salz (nicht zuviel) an.

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Kurz und auf hoher Flamme, bis sie anfangen, braun werden.

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Zum Schluss kommen die gewürfelten Cherrytomaten zu den Kichererbsen, werden ebenfalls kurz angeschmort (Hitze wieder hoch, aber nur 1 Minute).

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In der Zwischenzeit schneiden wir die Avocado in hübsche Scheiben…

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… verrühren noch den frisch geschnittenen Koriander unter die Kichererbsen (vorher Flamme aus)…

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…und fertig ist die Geschmacksexplosion! Auf den Linsen ist übrigens noch ein kleiner Rest selbstgemachte Pesto, das muss aber nicht sein.

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